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24 | Pressemitteilung herausgeben: die 5 schritte

Last Updated on 10 August 2026 by Francois Marsteau

Aktualisiert am von . Fachliche Prüfung: Antoine Cassagne-Latute.

Eine Pressemitteilung herauszugeben bedeutet weit mehr, als einen Text per E-Mail zu verschicken. Entscheidend sind eine echte Nachricht, belastbare Fakten, die richtige Medienauswahl, eine redaktionelle Prüfung, eine eindeutige Freigabe und ein Versand, der Journalistinnen und Journalisten tatsächlich bei ihrer Arbeit hilft.

Francois Marsteau

CEO 24presse

Pressesprecher seit 2010

Business School Degree – INSEEC Undergraduate Program in Business Ethics – Fordham University Classe préparatoire HEC
13 article(s) publishedPress relations, Corporate communications, Press release, Press release distribution, Media relations, Journalism, Media visibility, SEO, GEO, Artificial intelligence, Digital communication, Online reputation,
Reviewed by , Consultant RP
Kurzantwort

Pressemitteilung herausgeben: die 5 Schritte in 60 Sekunden

  1. Material vorbereiten: Pressemitteilung, Bildmaterial, Quellen, Ansprechpartner, Datum und gewünschte Märkte vollständig bereitstellen.
  2. Journalisten gezielt auswählen: Ressort, Thema, Region und Publikum müssen zur Nachricht passen.
  3. Redaktionell prüfen: Nachricht, Überschrift, Zahlen, Quellen, Links, Zitate und Anhänge kontrollieren.
  4. Finale Fassung freigeben: Namen, Termine, Beträge, Zitate, Kontakte, Zielgruppen und Zeitpunkt vor dem Versand bestätigen.
  5. Versenden und messen: Freigegebene Meldung verteilen, Rückfragen beantworten, Berichterstattung beobachten und Ergebnisse auswerten.

Wichtig: Eine professionelle Verteilung schafft eine Chance auf redaktionelle Berichterstattung. Sie garantiert weder Artikel noch Backlinks, Google-News-Aufnahme, Discover-Sichtbarkeit oder Umsatz.

Pressemitteilung bereits fertig?

Dann können Sie sie direkt über 24Presse einreichen und Zielregionen sowie Medienbereiche auswählen.

Noch nicht fertig?

Nutzen Sie zuerst den Leitfaden Schreiben einer Pressemitteilung oder sehen Sie sich Pressemitteilungs-Beispiele und Modelle an.

Media Monitoring und Pressespiegel nach dem Herausgeben einer Pressemitteilung
Nach der Aussendung: Relevante Veröffentlichungen mit Pressespiegel und Media Monitoring dokumentieren.
Definition

Was bedeutet „eine Pressemitteilung herausgeben“?

Eine Pressemitteilung herausgeben bedeutet, eine offiziell freigegebene Unternehmens- oder Organisationsnachricht so aufzubereiten und zu verbreiten, dass relevante Medien sie prüfen, einordnen und gegebenenfalls redaktionell aufgreifen können. Dazu gehören nicht nur Text und Versand, sondern auch Zielgruppenauswahl, Quellenprüfung, Medienassets, Freigabe und Nachbereitung.

Die Redaktion entscheidet unabhängig, ob sie die Information nutzt. Der Deutsche Presserat verlangt journalistische Sorgfalt und weist in Richtlinie 1.3 darauf hin, dass Pressemitteilungen als solche gekennzeichnet werden müssen, wenn eine Redaktion sie ohne Bearbeitung veröffentlicht.

Auf einen Satz gebracht

Herausgeben heißt: eine prüfbare Nachricht professionell fertigstellen, den passenden Medien zugänglich machen und die Verantwortung für Richtigkeit, Quellen und Freigabe übernehmen.

Begriffe

Pressemitteilung herausgeben, veröffentlichen, versenden oder verteilen: Was ist der Unterschied?

BegriffBedeutungTypischer Zweck
herausgebenGesamter Prozess von Freigabe bis öffentlicher bzw. medialer Bereitstellung.Offizielle Kommunikation einer Organisation.
veröffentlichenDie Meldung auf einer Website, in einem Newsroom oder Presseportal zugänglich machen.Dauerhafte offizielle Quelle schaffen.
versendenDie Meldung aktiv per E-Mail oder anderem Kanal an ausgewählte Empfänger schicken.Direkter Kontakt mit Redaktionen.
verteilen / verbreitenDie Meldung systematisch an mehrere relevante Medienkontakte oder Märkte ausspielen.Geordnete Reichweite bei passenden Medien.

In der Praxis überschneiden sich die Begriffe. Für den Erfolg zählt weniger das Wort als der Prozess: Nachricht → Qualität → Zielgruppe → Freigabe → Distribution → Monitoring.

Datenlage 2026

Was Journalisten 2026 von PR-Material wirklich brauchen

Aktuelle Untersuchungen zeigen ein scheinbares Paradox: PR-Material ist für Redaktionen wichtig, zugleich ist ein großer Teil der Ansprache nicht relevant genug. Genau deshalb sind Präzision und Targeting wichtiger als reine Verteilergröße.

66 %

der von Cision befragten Journalisten nutzen PR-Inhalte wie Pressemitteilungen, Pitches und Media Kits als Quelle für Themenideen.

72 %

sagen, dass weniger als ein Viertel der Pitches, die sie erhalten, für ihr Ressort relevant ist.

53 %

stehen KI-generierten Pitches ablehnend gegenüber – vor allem wegen Genauigkeit, Spam und fehlender Personalisierung.

49 %

nennen schrumpfende Budgets, Personalabbau und steigende Arbeitslast als große Herausforderungen im Redaktionsalltag.

46 %

beträgt 2026 das allgemeine Vertrauen in Nachrichten in Deutschland laut Reuters Institute; der globale Durchschnitt liegt bei 37 %.

6.098

Pressemitteilungen weist das 24Presse-Archiv laut eigener Plattformangabe seit 2009 aus (Stand 2026).

BefundQuelleKonsequenz beim Herausgeben
66 % nutzen PR-Inhalte für Story-Ideen.Cision State of the Media 2026Eine gute Pressemitteilung kann echten redaktionellen Nutzwert haben.
72 % erhalten überwiegend unpassende Pitches.PRSA / Cision 2026Weniger, aber präziser ausgewählte Empfänger sind oft wertvoller als Massenversand.
Vertrauen in Nachrichten in Deutschland: 46 %.Reuters Institute Digital News Report 2026 – GermanyQuellen, Methodik und nachprüfbare Aussagen sollten unmittelbar zugänglich sein.
24Presse-Archiv: 6.098 Mitteilungen seit 2009.24Presse PressemitteilungsarchivLangfristige Erfahrung ermöglicht wiederkehrende Beobachtungen zu Aufbau, Fehlern und Mediennutzwert.
24Presse-Praxiserfahrung: Der häufigste operative Fehler ist, das Targeting erst am Ende zu behandeln. Die gewünschte Redaktion sollte bereits den Nachrichtenwinkel, die Fakten, die Sprache, die Betreffzeile, den Sprecher und die bereitgestellten Assets beeinflussen.
Entwicklung

Wie sich das Herausgeben von Pressemitteilungen verändert hat

PhaseVerbreitungWas heute noch gilt
Print, Post, FaxDirekte Zustellung an Redaktionen, feste Produktionszyklen, begrenzter Platz.Timing und redaktionelle Relevanz sind entscheidend.
E-Mail und Online-NewsroomVersand wird schneller und kostengünstiger; Massenmailing nimmt zu.Relevanz des Empfängers schlägt Verteilergröße.
Search, Social, MultimediaPressemitteilungen werden online auffindbar; Bilder, Video, Daten und Downloads gewinnen an Wert.Eine Meldung sollte als überprüfbare Primärquelle funktionieren.
KI- und VerifikationsäraSuch- und KI-Systeme extrahieren Namen, Daten, Termine, Beziehungen und Quellen.Klare Entitäten, konsistente Fakten, Quellen und menschliche Kontrolle werden noch wichtiger.
Vorbereitung

Was Sie vor dem Herausgeben vorbereiten sollten

Eine Verteilung kann fehlenden Nachrichtenwert nicht reparieren. Prüfen Sie zuerst, ob es einen konkreten neuen Sachverhalt gibt: Produktstart, Ergebnis, Personalie, Studie, Veranstaltung, Partnerschaft, Investition, Entscheidung, Standort, Finanzierung oder eine andere nachvollziehbare Veränderung.

ElementWozu?Gute PraxisHäufiger Fehler
ÜberschriftNachricht sofort sichtbar machenAkteur + Handlung + konkretes ErgebnisWerbeslogan ohne Nachricht
LeadW-Fragen beantwortenWer, was, wann, wo, warum und ggf. wieMit Firmengeschichte beginnen
BelegeAussagen überprüfbar machenQuelle, Datum, Methode, Stichprobe, EinschränkungenProzentzahlen ohne Basis
ZitatEinordnung oder Konsequenz liefernSprecher und Funktion nennen„Wir freuen uns sehr“ ohne neue Aussage
BilderRedaktionell nutzbares Material liefernHohe Auflösung, Caption, Credit, RechteLogo als einziges Visual
PressekontaktRückfragen ermöglichenDirekt erreichbare PersonNo-reply-Adresse

Submission Pack

  • finaler oder nahezu finaler Text
  • gewünschtes Versanddatum und Zeitzone
  • Zielmärkte und priorisierte Medienbereiche
  • freigegebene Zitate
  • hochaufgelöste Bilder samt Credits
  • offizielle Quellen und Dokumente

Vorher noch prüfen

  • Schreibweise aller Namen
  • Zahlen, Währungen und Einheiten
  • Produkt- und Firmennamen
  • Links und Dateien
  • Interview-Verfügbarkeit
  • Embargo nur, wenn wirklich nötig
Redaktionelle Vorbereitung vor dem Herausgeben einer Pressemitteilung
Vor dem Versand kommt die Redaktion: klare Nachricht, verifizierte Fakten und eine für Medien nutzbare Struktur.
24Presse-Prozess

Pressemitteilung herausgeben: der professionelle 5-Schritte-Prozess

1. Pressemitteilung und Anhänge einreichen

Laden Sie Text, Zielländer, Themenbereiche, gewünschtes Versanddatum, Pressekontakt, Bilder und unterstützende Dokumente hoch. 24Presse prüft zunächst, ob die Hauptnachricht erkennbar und das Briefing vollständig ist.

Was zuerst kontrolliert wird

  • Ist eine eindeutige Nachricht vorhanden?
  • Sind Namen, Daten, Orte und Links vollständig?
  • Passen die gewünschten Kategorien zum Thema?
  • Unterstützen die Anhänge die Geschichte?
  • Ist Redaktion, Übersetzung oder stärkere Überarbeitung nötig?

2. Die richtigen Journalisten, Ressorts und Märkte auswählen

24Presse arbeitet nach eigener Plattformangabe mit ungefähr 135 journalistischen und thematischen Kategorien. Die Auswahl sollte das tatsächliche redaktionelle Thema widerspiegeln – nicht jeden Markt, in dem ein Unternehmen gern sichtbar wäre.

3. Pressemitteilung redaktionell prüfen und optimieren

Geprüft werden Verständlichkeit, Struktur, Konsistenz, Belege und redaktionelle Nutzbarkeit. Typische Korrekturen betreffen vage Titel, versteckte Termine, widersprüchliche Zahlen, fehlende Quellen, unbelegte Superlative oder unklare Kontaktdaten.

4. Finalen Proof erhalten und freigeben

Vor der Verteilung erhalten Sie die endgültige Fassung zur Freigabe. Kontrollieren Sie besonders Namen, Zahlen, Zitate, Links, Bilder, Zielgruppen und Versandzeitpunkt.

5. Freigegebene Pressemitteilung verteilen

Nach der Bestätigung wird die Meldung an die ausgewählten Medienkontakte versendet. Der auf 24Presse genannte übliche Vorbereitungs- und Verteilungszeitraum liegt bei ungefähr 6 bis 72 Stunden, abhängig von Korrekturen, Freigabe, Sprachen, geografischem Umfang und Optionen.

Targeting

Journalisten gezielt auswählen: Relevanz vor Reichweite

Ein Verteiler ist nicht gut, weil er groß ist, sondern weil die Empfänger einen redaktionellen Grund haben, sich für das Thema zu interessieren. Prüfen Sie Ressort, Publikum, geografischen Fokus, aktuelle Beiträge und das typische Belegniveau des Mediums.

NachrichtPrioritäre MedienWas Sie liefern sollten
Consumer-ProduktVerbraucher-, Lifestyle- und FachmedienVerfügbarkeit, Preis, Zielgruppe, Testdaten, Produktbilder
B2B-SoftwareTech-, Wirtschafts- und BranchenmedienNutzen, Integrationen, Sicherheit, Referenzen, messbare Leistung
Medizin / ForschungGesundheits-, Wissenschafts- und FachmedienMethodik, Stichprobe, Peer Review, Limitationen, Expertenzugang
FinanzierungWirtschaft, Finance, Startup, BrancheBetrag, Investoren, Zweck, ggf. Bewertung, Marktbezug
Hotel / StandorteröffnungTourismus, Hospitality, Lifestyle, RegionalmedienOrt, Investition, Kapazität, Jobs, Datum, starke Bilder
NachhaltigkeitsprogrammESG-, Wirtschafts-, Politik- und FachmedienAusgangswert, Ziel, Methodik, Zeitplan, externe Verifikation

Geografischen Umfang realistisch wählen

NachrichtenumfangSinnvolle VerteilungWas lokalisiert werden sollte
LokalStadt, Region oder ein Landlokale Wirkung, Zahlen, Arbeitsplätze, Standort, Sprecher
Nationalnationale Fach- oder PublikumsmedienMarktdaten, Regulierung, nationale Verfügbarkeit
Europa / Kontinentausgewählte Länder oder kontinentale KampagneSprache, Regulierung, lokale Beispiele, Marktunterschiede
Internationalmehrere Kontinente / globalglobale Relevanz, regionale Kontakte, Übersetzungen, Zeitzonen

Weitere praktische Hinweise finden Sie unter Presseagent und öffentliche Beziehungen und Presseagentur und PR-Agentur: Erläuterungen.

Qualitätskontrolle

Redaktionelle Prüfung: klar, glaubwürdig und sofort nutzbar

Eine gute Pressemitteilung reduziert die Zeit, die eine Redaktion benötigt, um die Nachricht zu verstehen und zu überprüfen. Das ist wichtiger als eine „kreative“ Formulierung, bei der die eigentliche Information verschwindet.

PrüfpunktLeitfrageTypische Korrektur
News AngleWas hat sich geändert – und warum ist das jetzt relevant?Launch, Ergebnis oder Entscheidung in den ersten Absatz ziehen.
HeadlineNennt sie die Nachricht ohne Übertreibung?„Revolutionär“ durch konkreten Sachverhalt ersetzen.
GenauigkeitStimmen Namen, Daten, Beträge und Zitate?Widersprüche vor Freigabe auflösen.
BelegeKann man zentrale Behauptungen prüfen?Quelle, Studie, Methodik, Zeitraum und Link ergänzen.
TargetingBearbeiten die ausgewählten Medien dieses Thema?irrelevante Kategorien entfernen.
AssetsSind Bilder verwendbar, beschriftet und rechtlich klar?niedrige Auflösung ersetzen, Credits ergänzen.
KontaktKann ein Journalist zeitnah eine Antwort erhalten?überwachte Mailbox und erreichbaren Sprecher angeben.

Klar

Die Hauptnachricht steht in Überschrift und Lead.

Glaubwürdig

Behauptungen sind durch benannte Quellen, Daten und Dokumente abgesichert.

Nutzbar

Kontakt, Zitate, Bilder, Links und Hintergrundmaterial sind sofort verfügbar.

Werbesprache vs. überprüfbare Aussage

SchwachBesser
„Unsere revolutionäre Lösung ist die beste am Markt.“„Das Unternehmen startet eine Plattform, die in Tests zwischen [Datum] und [Datum] die durchschnittliche Bearbeitungszeit von X auf Y reduzierte.“
„Diese einzigartige Partnerschaft verändert die Branche.“„Die beiden Organisationen schließen eine dreijährige Vereinbarung über [Umfang], [Märkte] und [messbares Ziel].“
„Kunden lieben unseren innovativen Service.“„In einer Befragung von [Stichprobe] Kunden durch [Organisation] im [Monat/Jahr] gaben [Prozent] an, [konkretes Ergebnis].“
Freigabe

Warum der Proof vor dem Versand unverzichtbar ist

Der Proof – praktisch der finale Freigabestand – gibt dem Absender die letzte Kontrolle über Inhalte und Distribution. Besonders bei Finanz-, Medizin-, Rechts-, Wissenschafts- oder Technikthemen kann schon eine falsche Zahl, ein falsches Datum oder ein missverständliches Zitat erhebliche Folgen haben.

  • vollständige Namen und Funktionen
  • Zahlen, Währungen und Einheiten
  • Datum, Uhrzeit und Zeitzone
  • direkte und indirekte Zitate
  • Quellenlinks und Anhänge
  • Bildunterschriften und Credits
  • Pressekontakt
  • Ressorts und Länder
Gezielter Versand einer freigegebenen Pressemitteilung an Journalisten
Erst nach Prüfung und Freigabe: Die Meldung wird an thematisch und geografisch passende Medienkontakte versendet.
Distribution

Versand, Timing, Betreffzeile und Embargo

Es gibt keinen universell besten Wochentag für jede Pressemitteilung. Der richtige Zeitpunkt hängt von Ressort, Zeitzone, Aktualität, Veranstaltung, Embargo und Nachrichtentyp ab. Ein exklusiver Finanztermin folgt anderen Regeln als eine lokale Veranstaltung oder ein saisonales Konsumthema.

Betreffzeile

Nennen Sie die Nachricht, nicht die Werbebotschaft. Beispiel: „Unternehmen X eröffnet am 15. September Produktionsstandort in Leipzig“.

Embargo

Nutzen Sie ein Embargo nur, wenn Medien tatsächlich Vorbereitungszeit brauchen und die Bedingungen im Voraus akzeptiert wurden. Eine einseitige Embargo-Zeile bindet eine Redaktion nicht automatisch.

Nach dem Versand: Selektives Nachfassen kann sinnvoll sein, wenn die Nachricht weiterhin aktuell und für den konkreten Journalisten relevant ist. Wiederholte Anrufe oder generische Reminder an den gesamten Verteiler schaden eher.

Mehr dazu: Pressemitteilung senden: Tipps und Pressemitteilung direkt einreichen.

Messung

Was nach dem Versand passiert – und wie Sie Erfolg messen

Ein Journalist kann die Meldung verwenden, Rückfragen stellen, ein Interview anfragen, das Material für eine spätere Geschichte speichern oder entscheiden, dass es nicht zum Medium passt. Eine ausbleibende Antwort bedeutet nicht automatisch, dass die Nachricht ungelesen blieb.

KennzahlWas sie zeigen kannGrenze
Journalisten-ReaktionenInteresse, Rückfragen, InterviewwunschViele Redaktionen antworten nicht vor Nutzung.
Relevante MedienerwähnungenEarned-Media-SichtbarkeitBerichterstattung kann verzögert erscheinen.
Qualität der BerichterstattungGenauigkeit, Relevanz, Prominenz, BotschaftsübernahmeNicht auf Artikelzahl reduzieren.
Referral TrafficBesuche aus veröffentlichten LinksNicht jeder Artikel enthält einen Link.
Branded SearchMögliche Veränderung des MarkeninteressesKann von anderen Maßnahmen beeinflusst sein.
Share of VoiceVergleich der Medienpräsenz mit definierten WettbewerbernBenötigt konsistente Messmethode.
Business OutcomeLeads, Anmeldungen, Bewerbungen, Investor- oder StakeholderinteresseSelten eindeutig nur einer Meldung zuzuschreiben.

Praktische Auswertungs-Chronologie

ZeitraumPrüfenAktion
24–72 StundenZustellung, Rückfragen, dringende Korrekturenschnell reagieren, Material liefern
erste 7 Tageerste Beiträge, Interviews, Social Amplificationselektiv nachfassen
Woche 2–4spätere Coverage, Suchsichtbarkeit, Referral TrafficPressespiegel konsolidieren
quartalsweiseShare of Voice, Themen, Medienbeziehungen, Reputationnächste Kampagne verbessern

Für die Erfolgskontrolle lesen Sie auch Preis einer Presseschau: warum, wie? oder nutzen Sie das Media-Clipping-Tool.

Search & AI

Pressemitteilung herausgeben für SEO, GEO, Google News und KI-Systeme

Der primäre Zweck einer Pressemitteilung bleibt die Kommunikation einer verifizierbaren Nachricht. Suchmaschinen- und KI-Sichtbarkeit sind mögliche Nebeneffekte, wenn die Meldung als klare, zugängliche und konsistente Primärquelle funktioniert.

InformationEmpfehlungWarum?
Entitätenvollständige Namen von Unternehmen, Produkten, Personen, Institutionenreduziert Mehrdeutigkeit
DatenPublikations-, Launch-, Event- und Erhebungsdatum exakt nennenschafft Chronologie und Freshness
OrteStadt, Land und geografischen Umfang benennenerklärt lokale bzw. internationale Relevanz
Definitionenunbekannte Produkte oder Fachbegriffe kurz erklärenhilft Such- und KI-Systemen beim Kontext
StatistikenQuelle, Datum, Stichprobe, Methode und Grenzen nennenmacht Zahlen überprüfbar
ZitateSprecher und Funktion eindeutig zuordnenverbessert Attribution
Offizielle Linksauf Primärquellen und Dokumente verlinkenliefert Verifikationspfad
Tabellen und ListenProzesse, Daten und Vergleiche strukturiert darstellenverbessert Scanbarkeit und maschinelle Extraktion

Was eine Distribution nicht garantiert

  • Platz 1 bei Google
  • Backlinks großer Medien
  • Aufnahme in Google News
  • Erscheinen in Google Discover
  • Zitation durch ChatGPT, Gemini, Claude oder Perplexity
  • eine feste Anzahl an Artikeln oder Visits

Google weist in seinen Spam-Richtlinien darauf hin, dass keyword-optimierte Links in breit verteilten Pressemitteilungen als Linkspam problematisch sein können. Verwenden Sie Links deshalb zur Verifikation und Navigation, nicht zum künstlichen Wiederholen kommerzieller Keywords.

Google Discover: Für die Seite selbst empfiehlt Google hochwertige, relevante Bilder mit mindestens 1.200 px Breite und die Freigabe großer Bildvorschauen. Das erhöht die Eignung, garantiert aber keine Discover-Ausspielung. Quelle: Google Search Central.
Vergleich

Pressemitteilung herausgeben: Welche Verteilungsmethode passt?

MethodeVorteilGrenzeAm besten für
Professioneller PressedienstVorbereitung, Targeting und Versand aus einem Prozesskeine Garantie auf redaktionelle Veröffentlichungwichtige Meldungen mit organisiertem Medien-Outreach
Manueller Journalistenkontaktsehr persönliche Ansprachezeitaufwendig, Kontakte müssen aktuell seinkleine strategische Prioritätenliste
Eigener Newsroomdauerhafte offizielle Quelleerreicht Journalisten nicht automatischvollständiges Unternehmensarchiv
Social Mediaschnelle Verstärkungkurze Lebensdauer, wenig redaktioneller KontextBegleitung einer Meldung
Newsletterdirekter Zugang zu Abonnentenerreicht meist keine neuen JournalistenKunden, Partner, Investoren
Paid Mediakontrollierbare Reichweitebezahlte statt unabhängige redaktionelle SichtbarkeitWerbe- und Akquisekampagnen
Entscheidungsbaum

Welche Strategie sollten Sie wählen?

Nur ein Land betroffen?
→ Nationale Kampagne mit relevanten Publikums-, Wirtschafts- oder Fachmedien.
Mehrere Märkte und Sprachen?
→ Multi-Country-Verteilung mit professioneller Übersetzung und lokalisierten Belegen.
Technisch korrekt, aber schwer lesbar?
→ Redaktionelle Überarbeitung ergänzen, ohne validierte Fakten und Fachbegriffe zu verfälschen.
Kleine, strategische Medienliste?
→ Gezielte Distribution mit personalisiertem manuellem Outreach kombinieren.
Ergebnisse nachweisen?
→ Media Monitoring, Pressespiegel und Reporting von Anfang an einplanen.
Keine echte Neuigkeit?
→ Noch nicht versenden. Thema neu schärfen oder ein passenderes Format wie Fachartikel, Blog, Newsletter oder Social Post wählen.
Zu vermeiden

Die häufigsten Fehler beim Herausgeben einer Pressemitteilung

Redaktionelle Fehler

  • kein klarer Nachrichtenwert
  • Werbesprache und Superlative
  • wichtigste Information erst im dritten Absatz
  • Zahlen ohne Quelle oder Methode
  • unvollständige Kontaktdaten
  • unechte oder nicht freigegebene Zitate

Distributionsfehler

  • zu breite oder irrelevante Medienauswahl
  • gleicher Pitch für jedes Ressort
  • Versand ohne Proof
  • Embargo ohne vorherige Vereinbarung
  • zu viele Follow-ups
  • Erfolg nur anhand der Anzahl von Veröffentlichungen messen
Expertentipp: Fragen Sie vor jedem Versand: „Welche konkrete Information spart einer Redaktion Recherchezeit?“ Wenn die Antwort nur „unser Unternehmen kennenlernen“ lautet, ist die Meldung meist noch zu werblich.
Finale Kontrolle

Checkliste: Ist Ihre Pressemitteilung bereit für die Veröffentlichung?

Inhalt

  • eine klare Hauptnachricht
  • W-Fragen beantwortet
  • Überschrift nennt den Sachverhalt
  • keine unbelegten Superlative
  • Zahlen und Fakten kontrolliert
  • Quellen verlinkt
  • Zitat freigegeben

Distribution

  • Ressorts passen zum Thema
  • Länder passen zur tatsächlichen Relevanz
  • Betreffzeile ist konkret
  • Versandzeitpunkt ist begründet
  • Embargo ggf. vereinbart
  • Proof final bestätigt
  • Monitoring vorbereitet

Assets

  • Bilder in ausreichender Qualität
  • Bildunterschriften vorhanden
  • Credits und Nutzungsrechte klar
  • Logo nur ergänzend
  • Dokumente funktionieren
  • Links wurden getestet
  • Ansprechpartner erreichbar

SEO / GEO

  • vollständige Eigennamen
  • exakte Daten und Orte
  • natürliche Links
  • keine Keyword-Anker-Wiederholung
  • Primärquellen bevorzugt
  • Statistiken mit Methodik
  • sichtbares Aktualisierungsdatum
Glossar

Wichtige Begriffe rund um Pressemitteilungen und Distribution

Beat / Ressort
Fachgebiet, das ein Journalist regelmäßig betreut, etwa Technologie, Gesundheit, Wirtschaft oder Kultur.
Boilerplate
Kurze, sachliche Standardbeschreibung der herausgebenden Organisation am Ende einer Pressemitteilung.
Embargo
Bitte, Informationen nicht vor einem bestimmten Zeitpunkt zu veröffentlichen; sollte im Voraus vereinbart werden.
Earned Media
Redaktionelle Sichtbarkeit, die durch unabhängige Medienentscheidung entsteht und nicht gekauft wurde.
GEO
Generative Engine Optimization: Strukturierung korrekter und gut attribuierter Informationen, damit KI-Systeme sie verstehen und potenziell zitieren können.
Media Kit / Pressemappe
Sammlung aus freigegebenen Bildern, Biografien, Fakten, Logos, Berichten und Kontaktdaten.
Medienverteiler
Ausgewählte Journalisten und Medien, die thematisch, geografisch und nach Publikum zur Kampagne passen.
News Angle
Konkreter Grund, warum eine Nachricht für das Publikum eines Mediums gerade jetzt relevant ist.
Newsroom / Press Room
Offizieller Online-Bereich mit Pressemitteilungen, Kontakten, Bildern, Berichten und Unternehmensinformationen.
Proof / Bon à tirer
Finale Fassung, die vor dem Versand auf Fakten, Darstellung und Zielauswahl freigegeben wird.
Share of Voice
Vergleich des Medienanteils einer Organisation mit definierten Wettbewerbern in einem bestimmten Zeitraum.
FAQ

Häufig gestellte Fragen zum Herausgeben einer Pressemitteilung

1. Wie gibt man eine Pressemitteilung erfolgreich heraus?

Definieren Sie eine echte Nachricht, schreiben Sie sie sachlich, belegen Sie zentrale Aussagen, wählen Sie relevante Medien, prüfen Sie die finale Fassung und versenden Sie erst nach Freigabe.

2. Was ist der Unterschied zwischen Herausgeben und Veröffentlichen?

Herausgeben bezeichnet den gesamten Prozess. Veröffentlichen bedeutet enger, die Meldung auf einer Website, in einem Newsroom oder auf einer Plattform zugänglich zu machen.

3. Was ist der Unterschied zwischen Veröffentlichung und Distribution?

Veröffentlichung stellt die Meldung online bereit. Distribution sendet sie aktiv an ausgewählte Medienkontakte. Beides kann kombiniert werden.

4. Welche Themen eignen sich für eine Pressemitteilung?

Zum Beispiel Launches, Studien, Finanzierungen, Personalien, Partnerschaften, Veranstaltungen, Investitionen, Standortentscheidungen, Auszeichnungen oder messbare Unternehmensentwicklungen.

5. Wie lang sollte eine Pressemitteilung sein?

So lang wie nötig, so kurz wie möglich. Entscheidend ist, dass die Nachricht schnell erfassbar und ausreichend belegt ist; eine starre Wortzahl ist weniger wichtig als klare Struktur.

6. Muss eine Pressemitteilung sachlich geschrieben sein?

Ja. Werbesprache erschwert die journalistische Einordnung. Konkrete Fakten, aktive Verben und überprüfbare Aussagen sind glaubwürdiger als Superlative.

7. Welche Informationen müssen in den ersten Absatz?

Wer? Was? Wann? Wo? Warum? und, wenn relevant, Wie? Der Leser sollte nach dem Lead die Nachricht bereits verstehen.

8. Welche Rolle spielen Bilder?

Relevante, hochaufgelöste Bilder mit Caption, Credit und geklärten Nutzungsrechten erleichtern Redaktionen die Verwendung der Meldung.

9. Soll eine Pressemitteilung als PDF verschickt werden?

Ein PDF kann zusätzlich nützlich sein. Die zentralen Informationen sollten aber ohne umständlichen Download zugänglich bleiben, beispielsweise im Mailtext oder auf einer klaren Landingpage.

10. Welche Journalisten sollte ich auswählen?

Personen, deren Ressort, aktuelle Themen, Publikation, Publikum und geografischer Fokus einen nachvollziehbaren Bezug zu Ihrer Nachricht haben.

11. Wie viele Journalisten sollte ich anschreiben?

Es gibt keine ideale Zahl. Entscheidend ist, dass jeder Empfänger einen plausiblen redaktionellen Grund hat, sich für das Thema zu interessieren.

12. Wann ist der beste Zeitpunkt für den Versand?

Das hängt von Ressort, Zeitzone, Eventdatum, Nachrichtenlage und Aktualität ab. Ein pauschaler „bester Wochentag“ gilt nicht für jede Meldung.

13. Sollte ich ein Embargo verwenden?

Nur wenn Medien Vorbereitungszeit benötigen und die Bedingungen vorab akzeptiert wurden. Ein einseitig gesetztes Embargo ist nicht automatisch bindend.

14. Muss die Pressemitteilung vor dem Versand geprüft werden?

Ja. Namen, Zahlen, Zitate, Quellen, Links, Bilder, Kontaktangaben, Zielgruppen und Timing sollten vor dem Versand final kontrolliert werden.

15. Was ist ein Proof?

Die finale vorbereitete Version, die der Absender vor der Distribution auf Inhalt, Fakten, Darstellung und Zielauswahl freigibt.

16. Wie lange dauert die Verteilung bei 24Presse?

24Presse nennt üblicherweise etwa 6 bis 72 Stunden. Der tatsächliche Zeitraum hängt von Korrekturen, Freigabe, Sprachen, geografischem Umfang und gewählten Optionen ab.

17. Versendet 24Presse Pressemitteilungen automatisch?

Nein. Nach Angaben von 24Presse erfolgt vor der Distribution eine menschliche Prüfung; die finale Version wird vor dem Versand zur Freigabe vorgelegt.

18. Kann 24Presse die Pressemitteilung schreiben?

Ja. Redaktion und Überarbeitung können sinnvoll sein, wenn der Text noch keinen klaren Nachrichtenwinkel, eine schwache Struktur oder ein technisch komplexes Thema hat.

19. Ist Medienberichterstattung garantiert?

Nein. Redaktionen entscheiden unabhängig. Gute Vorbereitung und Targeting erhöhen die Qualität der Chance, können aber keine Veröffentlichung garantieren.

20. Verbessert eine Pressemitteilung SEO?

Sie kann eine strukturierte offizielle Quelle schaffen, die Suchmaschinen finden können. Rankings, Backlinks und Traffic sind jedoch nicht garantiert.

21. Kann eine Pressemitteilung in Google News erscheinen?

Möglich, aber nicht garantiert. Google entscheidet anhand technischer, redaktioneller und qualitativer Signale, welche Inhalte in News-Flächen erscheinen.

22. Kann eine Pressemitteilung in Google Discover erscheinen?

Möglich, aber nicht garantiert. Google empfiehlt unter anderem hochwertige relevante Bilder, klare Titel, aktuelle bzw. interessante Inhalte und große Bildvorschauen.

23. Können KI-Systeme eine Pressemitteilung zitieren?

Ja, zugängliche und relevante Primärquellen können von KI-Systemen gefunden oder zitiert werden. Kein Anbieter kann eine Nennung durch ChatGPT, Gemini, Claude oder Perplexity garantieren.

24. Darf ich eine KI-generierte Pressemitteilung versenden?

KI kann beim Entwurf helfen. Vor dem Versand sollte ein Mensch jeden Namen, jede Zahl, Quelle, rechtliche Aussage, Beziehung und jedes Zitat überprüfen.

25. Sollte ich Journalisten nach dem Versand anrufen?

Nur selektiv und mit einem konkreten relevanten Grund. Wiederholte Anrufe oder generische „Haben Sie meine Mail erhalten?“-Nachfragen sind meist kontraproduktiv.

26. Wie messe ich den Erfolg?

Bewerten Sie relevante Coverage, journalistische Reaktionen, Qualität und Genauigkeit der Beiträge, Referral Traffic, Share of Voice, Markeninteresse und konkrete Business-Ergebnisse.

27. Können kleine Unternehmen Pressemitteilungen herausgeben?

Ja. Entscheidend ist nicht die Unternehmensgröße, sondern ob die Nachricht für ein bestimmtes Publikum relevant und gut belegt ist.

28. Wann brauche ich eine PR-Agentur?

Eine Agentur kann sinnvoll sein bei komplexen Themen, internationalen Kampagnen, langfristiger Medienarbeit, Krisen, strategischem Positioning oder wenn interne Ressourcen fehlen.

29. Was tun, wenn die Nachricht nur lokal relevant ist?

Konzentrieren Sie sich auf lokale und regionale Medien und liefern Sie lokale Zahlen, Folgen, Ansprechpartner und Bildmaterial statt unnötig international zu verteilen.

30. Kann ich eine Pressemitteilung nach dem Versand zurückrufen?

Nein. Sie können eine Korrektur oder aktualisierte Fassung herausgeben, aber bereits zugestellte Informationen nicht zurückholen. Deshalb ist die finale Freigabe so wichtig.

Interne Ressourcen

Weitere 24Presse-Leitfäden und Services

Transparenz

Methodik, Datenquellen und Aktualisierung

Dieser Leitfaden kombiniert den auf 24Presse beschriebenen operativen Prozess mit aktueller Journalistenforschung, dem deutschen Pressekodex und offizieller Google-Dokumentation. Zahlen werden datiert und mit der Originalquelle verlinkt. Serviceangaben von 24Presse – etwa Gründungsjahr, Kategorienzahl, Archivumfang und üblicher 6–72-Stunden-Zeitraum – sind als eigene Plattformdaten gekennzeichnet.

Aktualisierungspolitik: Statistiken, Plattformdaten, Preis- und Prozessangaben sollten überprüft werden, sobald neue Jahresberichte oder substanzielle Änderungen am 24Presse-Service veröffentlicht werden. Ein Änderungsdatum sollte nur bei tatsächlichen inhaltlichen Aktualisierungen geändert werden.

Pressemitteilung mit 24Presse herausgeben

Reichen Sie Ihre Meldung ein, wählen Sie die relevanten Medienbereiche und Märkte, erhalten Sie bei Bedarf redaktionelles Feedback und geben Sie die finale Fassung vor der professionellen Distribution frei.

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